Wein richtig auswählen
Der größte Fehler ist, dass die meisten Menschen beim Wein vom Wein ausgehen. Hört sich erstmal seltsam an, oder? Ich erklär’s dir:
Du überlegst:
- Oder welchen kenne ich schon?
- Welchen Wein mag ich?
- Oder welcher klingt gut?
- Oder welcher sieht im Regal interessant aus?
Und genau da liegt das Problem.
Es ist doch so, dass Wein in den meisten Fällen zum Essen ausgesucht wird, auch wenn es vielleicht nur Antipasti oder ein paar Oliven sind. Du triffst aber oft nur eine Entscheidung für den Wein, unabhängig davon, was du dazu isst.

Wie solltest du stattdessen vorgehen?
Du solltest IMMER vom Essen ausgehen, es sein denn, du trinkst den Wein solo.
Denn in der Praxis ist es fast immer so:
Du weißt, was du essen möchtest und suchst dann den passenden Wein dazu.
Nicht andersherum.
Wenn du dir zuerst dein Essen anschaust, wird vieles plötzlich klarer.
- Ist das Gericht leicht oder kräftig?
- Hat es viel Fett oder wirkt es eher frisch?
- Wurde es gebraten, gegrillt oder sanft zubereitet?
Genau daraus ergibt sich dann die Richtung für den Wein.
Jetzt wird´s spannend
Denn jetzt suchst du nicht mehr blind nach einem Wein, sondern suchst auf Basis dieses neuen Wissens den passenden Wein aus. Und wenn Essen und Wein zusammenpassen, wird das Geschmackserlebnis auf ein neues Niveau gehoben.
Und genau das ist der Unterschied zwischen „irgendwie passt es“ und „das passt wirklich gut zusammen“.
Vertrau‘ mir, denn ich kenne mich da echt gut aus. Ich bin Weinsommlier und beschäftige mich seit langer Zeit mit diesem Thema. Ich möchte Wein und Essen aber einfach erklären, so dass es jeder, der Spaß an Wein hat, es versteht.
Warum fällt es so vielen schwer, Wein richtig auszuwählen
Ganz ehrlich: Du bist damit nicht allein.
Aus meiner Erfahrung heraus geht es den meisten genau so. Sie stehen vor dem Weinregal oder sitzen im Restaurant und wissen nicht, worauf sie achten sollen.
Viele greifen dann einfach zu dem Wein, den sie schon kennen. Oder zu dem, dessen Etikett ihnen am besten gefällt oder, was ganz oft der Fall ist, sie nehmen das, was sie mal gehört haben, wie zum Beispiel einen Lugana oder Grauburgunder bei Weißwein oder einen Primitivo bei Rotwein. Richtig?
Ob der dann passt ist eher Zufall. Außerdem gibt´s noch so viele andere, großartige Weine, die das Thema so unglaublich spannend machen.
Wenn du dir dabei mehr Orientierung wünschst
Wenn du das systematisch lernen willst und nicht mehr raten möchtest, habe ich genau dafür mein Workbook entwickelt.
Darin zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du vom Essen aus denkst, Weine einordnest und im Alltag sicher entscheidest. Ohne Fachchinesisch und so aufgebaut, dass du es direkt anwenden kannst.
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Warum passt Wein oft nicht zum Essen
Wein passt oft nicht, weil entweder das Essen stärker ist als der Wein oder der Wein das Essen überdeckt.
Und das liegt NICHT daran, dass du kein Gefühl für Geschmack hast. Ganz im Gegenteil: Die meisten haben ein gutes Gefühl dafür.
Was oft fehlt, ist das Verständnis dafür, wie eng dein Essen und der Wein zusammenhängen. Also wie stark die Intensität und die Art der Zubereitung beeinflussen, ob ein Wein passt oder nicht. Lass uns hier nochmal etwas tiefer reinschauen.
Wenn das nicht zusammenpasst, passiert fast immer eines von zwei Dingen:
- Der Wein geht unter und du nimmst ihn kaum noch bewusst wahr
- Oder der Wein ist so dominant, dass er das Essen überdeckt
Ein einfaches Beispiel, dass du dir gut merken kannst:
Ein kräftiger, intensiver, alkoholreicher Rotwein mit viel Gerbstoff (Tannin) wird einen zarten, leichten Fisch komplett erschlagen.
Und umgekehrt funktioniert es genauso wenig:
Ein leichter, frischer Weißwein geht neben einem kräftigen Gänsebraten mit dunkler Soße, Klößen und Rotkraut völlig unter.
Genau deshalb ist es so wichtig zu verstehen, wie beides zusammenwirkt.
So kannst du Wein richtig auswählen
Wenn du vom Essen aus denkst, brauchst du kein kompliziertes Wissen mehr. Du musst dir nur eine einfache Frage stellen, welches Essen zu kochen willst oder welches du dir im Restaurant aussuchst:
- Eher leicht oder kräftig?
- Eher frisch oder würzig?
- Zart oder mit Röstaromen?
Ein leichtes Gericht verträgt einen frischen, leichten Wein. Ein kräftiges Gericht braucht einen Wein, der mithalten kann.
Das ist im Grunde schon die wichtigste Regel.
Wenn du das einmal verinnerlichst, passiert etwas Entscheidendes: Du musst dir keine Kombinationen mehr merken. Und du verstehst plötzlich, warum etwas passt.
Und genau das gibt dir Sicherheit, egal ob im Supermarkt oder im Restaurant.
Warum dir das bisher niemand so erklärt hat
Viele erklären Wein entweder zu kompliziert oder zu oberflächlich. Entweder bekommst du Fachbegriffe, mit denen du im Alltag nichts anfangen kannst.
Oder einfache Tipps wie „Weißwein zu Fisch“, die dir in der Praxis kaum weiterhelfen.
Ich zeige dir ein klares, einfaches System, das du wirklich anwenden kannst. Ohne Fachchinesisch, ohne komplizierte Theorie, sondern so, dass du es direkt im Alltag anwenden kannst
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Häufige Fragen zum Thema Wein zum Essen/FAQ´s
Welcher Wein passt grundsätzlich zu welchem Essen?
Der Wein sollte zur Intensität des Essens passen. Leichte Gerichte brauchen frische, leichte Weine, kräftige Gerichte eher vollere Weine.
Warum passt mein Wein oft nicht zum Essen?
Meist stimmt die Balance nicht. Entweder ist der Wein zu kräftig und überdeckt das Essen oder er ist zu leicht und geht unter.
Muss ich mir Rebsorten merken, um Wein auszuwählen?
Nein. Wichtiger ist, dass du verstehst, wie dein Essen wirkt. Daraus ergibt sich automatisch, welcher Weintyp dazu passt.
Welcher Wein passt immer?
Einen Wein, der immer passt, gibt es nicht. Es kommt immer auf das Gericht und die Zubereitung an.
Wie finde ich im Supermarkt den richtigen Wein?
Orientiere dich daran, wie dein Essen ist. Leichtes Essen bedeutet eher frischer Wein, kräftiges Essen eher kräftiger Wein. So triffst du schneller bessere Entscheidungen.
Wenn du das nächste Mal vor dem Weinregal stehst oder im Restaurant bestellst, wirst du merken, wie viel leichter dir die Entscheidung fällt.
Dein Andi

