Eine rich­tig FETTE SCHNECKE !!! Auf einem Wein­se­mi­nar hat­te ein Som­me­lier die­sen Begriff mal für einen beson­ders dich­ten, kräf­ti­gen und kom­ple­xen Wein gebraucht. Seit­dem muss ich immer an ihn den­ken, wenn ich einen Wein wie die­sen trin­ke. Inter­es­sant, was das Gehirn so abspeichert. 

Dann mal im Eil­tem­po zu die­ser Schnecke:

Ein Pri­mi­tivo di Man­duria „Sin­ce 1974“ von Tenute Eme­ra Jahr­gang 2013 (!!!) aus Apu­li­en.  Wer ger­ne mehr über die­se Reb­sor­te erfah­ren möch­te, scrollt ein­fach nach unten zum Block WEINWISSEN durch.

Die Wein­ber­ge lie­gen 200 Meter über Meer, mit hoher Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur und das gan­ze Jahr durch wenig Nie­der­schlag. Die Trau­ben kön­nen also die Son­ne Apu­li­ens per­fekt in sich auf­neh­men und an den Wein wei­ter­ge­ben. Das Ergeb­nis ist ein sehr sat­ter, kräf­ti­ger Wein der mit sei­nem 15% ordent­lich Dampf hat.

Er duf­tet nach rei­fen roten Früch­ten wie Brom­bee­re und Kir­sche, nach Tabak und Bit­ter­scho­ko­la­de, etwas Man­del sowie einer leicht hol­zi­gen Wür­ze die er vom 12-mona­ti­gen Aus­bau im fran­zö­si­schen Eichen­fass (Bar­ri­que) hat. Im Mund ein herr­lich vol­ler, kom­ple­xer, wei­cher, run­der und fruch­ti­ger Wein mit extrem lan­gem Abgang.

Zu einer kräf­ti­gen Pas­ta (bei mir gabs Riga­to­ni mit einer Toma­ten-Sal­sic­cia-Sugo mit viel Knob­lauch und Sal­bei) oder einem ordent­li­chen Steak ein Traum.

Der Wein ist pro­blem­los min­des­tens 7 Jah­re lager­fä­hig, wie man sieht.

Ihr fin­det ihn im Netz bei ver­schie­den Anbie­tern für ca. 15€. *Wer­bung*

Übri­gens, eine Rei­se nach Apu­li­en lohnt sich sehr, wer ger­ne Tipps haben möch­te kann sich ger­ne an mich wen­den, ich war bereits zwei­mal dort.

Fak­ten zum Wein:

  • Land: Ita­li­en
  • Regi­on: Apulien
  • Reb­sor­ten: Primitivo
  • Jahr­gang: 2013
  • Alko­hol­ge­halt: 15%
  • Wein­gut: Tenute Emera 

Primitivo di Manduria 2013 „Since 1974“ Tenute Emera
Primitivo di Manduria 2013 „Since 1974“ Tenute Emera
Primitivo di Manduria 2013 „Since 1974“ Tenute Emera

Wein­wis­sen

Die Reb­sor­te Pri­mi­tivo! Oder soll ich Zin­fan­del sagen? Was vie­le nicht wis­sen, die bei­den Sor­ten sind iden­tisch, was sogar durch einen DNS-Test wis­sen­schaft­lich belegt ist. Ihren Ursprung hat sie in Kroa­ti­en unter dem Namen Crl­je­n­ak kaštelanski.

In den USA als Zin­fan­del die zweit wich­tigs­te Reb­sor­te, direkt nach dem Caber­net Sau­vi­gnon, ich ken­ne und lie­be sie vor allem als Pri­mi­tivo di Man­duria aus Apu­li­en, der Stie­fel­spit­ze Italiens.

Nicht ohne Grund nennt man sie auch “Aro­ma­bom­be” , riecht und schmeckt sie doch sehr inten­siv vor allem nach rei­fen Kir­schen, Brom­bee­ren und Pflau­men, aber auch Rosi­nen, Vanil­le, Zimt, Tabak, Pfef­fer und Scho­ko­la­de, je nach An- und Ausbau.

Auf Grund ihres hohen Zucker­ge­hal­tes lie­fert die Trau­be wei­che, sam­ti­ge und vol­le Wei­ne mit wenig Säu­re und höhe­rem Alkoholgehalt.

Auch als Rosé oder “Blanc de noirs”-Weißwein sehr zu emp­feh­len, wenn man kräf­ti­ge und fruch­ti­ge Wei­ne liebt.

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