Grauburgunder Fumé 2022 „unfiltriert“
Unser Grauburgunder, oder „Pinot Grigio“ wie die Italiener ihn nennen oder „Pinot Gris“ die Franzosen, hat nun wirklich eine überraschende Farbe, oder? Die kommt von der langen Maischestandzeit von fast einer Woche und dazu ist dieser Wein „nicht-filtriert“. Was das bedeutet, erkläre ich euch weiter unten.
In jedem Fall ist der Wein ist unglaublich vielschichtig mit einer großartigen Aromatik. Je mehr man versucht, verschiedene Fruchtnoten zu riechen und zu schmecken, um so mehr neue tun sich auf. Ein echtes Erlebnis, wenn ihr euch etwas Zeit für diesen Weißwein nehmt.
Trotzdem ein relativ leichter Wein
Trotz seiner Intensität haben wir hier einen eher leichteren Wein mit „nur“ 12,5% Alkohol, unglaublich bei der Fülle. Und wie gesagt, mit einer eher mittlere Säure von 6g/l. Also die nächste Überraschung. Alles in einer wunderbaren Balance.
Wo wachsen die Trauben?
Die Trauben stammen vom ältesten Grauburgunder Weinberg des Weinguts, genauer gesagt aus der Schlossberg Lage und wurden selektiv von Hand geerntet.
Im Weingut angekommen werden sie vorsichtig angequetscht und, wie oben schon erwähnt, fast eine Woche in Holzfässern auf der Maische stehen gelassen. Grauburgunder als Rebsorte hat von Natur aus eher eine rötlich graue Farbe, von der sich in dieser Maischestandzeit einiges aus den Schalen löst, daher auch die orangene Farbe, die eher an Grapefruitsaft erinnert, damit aber ziemlich wenig zu tun hat.
Ein paar Worte zur Gärung
Ein Kellermeister kann ja immer entscheiden, ob er für die Gärung zugekaufte, spezielle Hefen zusetzt, oder ob er die Gärung den natürlichen Hefen überlässt, die überall in unserer Umgebung vorkommen und natürlich auch auf den Trauben.
Diese zweite Methode ist weniger steuerbar als die erste, der Schuss kann auch nach hinten losgehen, da braucht man schon einiges an Erfahrung, aber die hat Axel mit seinem Team ja schließlich ausreichend.
Der Wein bleibt auch später komplett naturbelassen: wie erwähnt keine Reinzuchthefe, keine Filtration (=unfiltered), kein Schwefel.
Das macht den Wein so besonders.
Die Rebsorte Grauburgunder
Die Rebsorte Grauburgunder ist ziemlich facettenreich, je nachdem, was man mit ihr anstellt. So ausgebaut ist dieser Wein unglaublich komplex. Ich hatte einem lieben Weinfreund ein Glas zum Probieren angeboten, ohne die Flasche zu zeigen, er schaute mich mit fragenden Augen an und meinte nur: „Grapefruitsaft“? Wohlgemerkt, bevor er ihn verkostet hatte.
Ich sagte: „probier‘ doch mal“ und er war von den Socken. Man erwartet etwas ganz anderes in Nase und Mund, bekommt aber ein Aromen- und Geschmackserlebnis, wie man es von anderen Spitzenweinen kennt.
Komplex, kantig, intensiv mit fantastischer Frucht
Die Lage Schlossberg
Der nach Süden hin ausgerichtete Schlossberg ist mit dem massiven Kalksteinboden und der tieferen und somit geschützteren Lage ideal für den Anbau von Burgundersorten geeignet. Die Kombination der vorherrschenden Wärme und das hohe Alter der hier wachsenden Reben bedingt die außerordentliche Fülle und Kraft unseres Grauburgunders.
Wozu passt der Wein?
Ich empfehle euch zu diesem komplexen und fruchtigen Wein auch auf Grund seiner Fülle gegrillte Lammgerichte, kräftigen Fisch wie Lachs, Pasta mit eher leichten Saucen, aber auch gerillte oder gebratene Meeresfrüchte.
Fazit:
Ein wirklich ganz besonderer Wein, unser Grauburgunder fumé vom Weingut Neiss in der Nordpfalz. Nicht nur die Weinfreunde, die mal was anderes probieren möchten, sollten diesen Wein unbedingt mal testen. Mehr Infos zum Weingut bekommt ihr HIER.
und den direkten Link zum Wein im Shop von Neiss findet ihr HIER, aktuell gibt´s diesen Wein für knapp 20€.
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Grauburgunder vom Kalkstein 2023
Sekt nach traditioneller Methode (wie beim Champagner):
Und eine Auswahl an Rieslingen: